INTRO

«Es gibt in der Kirche Doppelsendungen, die sich wie Mondhälften zu ergänzen haben, wobei die Einzelnen vorher den komplizierten Weg geführt wurden, der nötig war, damit es zuletzt zur rechten Kombination kam. In unserem Fall war eine intensive, ein gemeinsames äußeres Werk bezweckende Zusammenarbeit beabsichtigt, eine starke Verschiedenheit der Wege und gleicherweise eine Verwandtschaft oder Zuordnung, die das Verschiedene zu etwas Sich-Ergänzendem werden ließ.»


Hans Urs von Balthasar

Die Johannesgemeinschaft, gegründet von dem Theologen Hans Urs von Balthasar (1905-1988) und der Ärztin Adrienne von Speyr (1902-1967), stellt hier Leben und Werk beider Autoren dar, um deren Schrifttum und Spiritualität zu verbreiten. Zum Wesen dieser kirchlichen Doppelsendung – aus der Geisteshaltung Marias, des Apostels Johannes und des Ignatius von Loyola gewachsen – gehört die Bemühung, die Wunden von Welt und Kirche zu heilen und beider Zertrennung zu überwinden. Hierfür sollen auf diesem Forum laufend Texte und Materialien dargeboten werden.

ZUR PERSON

Hans Urs
von Balthasar

Hans Urs von Balthasar

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«Aus seiner Kontemplation wuchs die Aktion, in einem ganz marianischen und ignatianischen Geist, ohne Suche nach dem eigenen Namen … Die Kirche in ihrer amtlichen Verantwortung sagt es uns, dass Hans Urs von Balthasar – ein Mann der Kirche für die Welt – ein rechter Lehrer des Glaubens ist, ein Wegweiser zu den Quellen lebendiger Wasser, ein Zeuge des Wortes, von dem her wir Christus erlernen, von dem her wir das Leben erlernen können.»

Joseph Ratzinger

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Adrienne von Speyr

Adrienne
von Speyr

«Adrienne von Speyr erblickte in Johannes, dem Jünger, den Jesus liebte, den letzten und tiefsten Ausleger des Mysteriums Jesu und in der Gemeinschaft der Mutter Jesu mit diesem Jünger, der als einziger mit ihr unter dem Kreuz ausgeharrt hat, den jungfräulichen Ursprung der Kirche, die dann Petrus anvertraut werden sollte. Möge diese von Adrienne von Speyr so eindringlich gelebte Spiritualität helfen, ein evangelium- und kirchengemäßes Leben innerhalb der heutigen Welt immer besser zu inkarnieren.»

Johannes Paul II.

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AUFTRAG

Unser Auftrag

Ein Herzensanliegen des gemeinsamen Auftrags von Hans Urs von Balthasar und Adrienne von Speyr war die Aufmerksamkeit auf den persönlichen Ruf Gottes an jeden Menschen, der den Nachfolgenden gerade auch in die Lebensform Jesu, in die evangelischen Räte führen kann (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam). Um in eine solche Erwählung miteinstimmen zu lernen, ist eine eigens dafür anberaumte Zeit sinnvoll, wie sie in den Ignatianischen Exerzitien theologisch gestaltet wird. Die Johannesgemeinschaft, selber eine Gestalt geweihten Lebens, möchte mithelfen, solche Exerzitien zu vermitteln und die Lebensform der Gelübde inmitten einer säkularen Welt zu fördern.


Bild zum Thema Berufung: Die Mutter Gottes mit schlafenden Kind, Andrea Mantegna 1465-1470

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Berufung

Nach Hans Urs von Balthasar und Adrienne von Speyr ist das Ja Marias der vollkommene Ursprung der Kirche. Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, ist innerhalb dieser umgreifenden Heiligkeit zur selbstlosen Liebe bestimmt und gerufen, diese gemäß der göttlichen Wahl im Stand des geweihten Lebens oder in der sakramentalen Ehe darzuleben.

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Bild zum Thema Ignatianische Exerzitien: Ignatius von Loyola

02

Ignatianische Exerzitien

Einer der vornehmlichsten Orte der Kirche, für den persönlichen Ruf Gottes ganz Ohr zu werden, sind die Ignatianischen Exerzitien. Ein Anliegen der Johannesgemeinschaft, deren einer Patron Ignatius von Loyola ist, besteht darin, mit dem Werk ihrer Gründer die Theologie der Exerzitien zu vermitteln und Menschen zu solchen zu verhelfen.

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Bild zur Johannesgemeinschaft: Rogier van der Weydens Passionsdiptychon mit dem Gekreuzigten, Maria und Johannes aus der Zeit um 1460

03

Johannesgemeinschaft

Im Zentrum des gemeinsamen Auftrags von Hans Urs von Balthasar und Adrienne von Speyr steht ihre Gründung, die Johannesgemeinschaft. Sie ist eine kirchlich approbierte Weltgemeinschaft, deren Mitglieder als Laien oder Priester in der Form der evangelischen Räte leben. Ihre Patrone sind der Liebesjünger Johannes und Ignatius von Loyola.

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